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DAMALS

Kapitel 1.

Wie alles anfing . ………………

 

Nun ja wie bei jeden jungen Burschen hatten auch Damals die Waffen unserer alten Herrn uns fasziniert.  

Jeder Schrebergarten Gärtner und Taubenvatter hatte damals ein Luftgewehr oder ein KK Gewehr in der Ecke bereit stehen,

und wir Kinder waren immer dabei wenn es den Ringeltauben oder den Schädlingen an den Kragen ging.

Auch haben die alten Herrn im Garten öfters mal in fröhlicher Runde ein ausgeschossen.

Wir Blagen waren immer gerne dabei. Es hat auch keinen gestört wenn Schädlinge gejagt wurden oder nur zum Spaß im Garten um die Ehre geschossen wurden.

Der Nachtbar war froh wenn die Schädlinge reduziert wurden.

Heut zu Tage undenkbar, da wären schon längst die schwarz Vermummten in voller Montur gekommen.

Es hat sich auch keiner von uns Kindern gewagt ungefragt die Waffen in die Hand zu nehmen. Wir hatten großen Respekt davor.

Wir Kinder hatten Damals ein ungestörtes Verhältnis zu Waffen.

 

So war und ist es immer noch bei mir.

 

Fußball habe ich in einem Verein gespielt und Judo Jahre lang in meiner Jugend trainiert.

Bis zu meiner Ausbildung auf dem Pütt als Bergmechaniker. Da hatte ich kein Interesse mehr an Fußball oder Judo.

 

Erst nach der Ausbildung bekam ich wieder Lust irgendwas zu machen.

Nur was?

Bis eines Tages in unserer Einkaufstraße ein neuer Tabakladen aufmachte. Der hatte nicht nur Rauchwaren sondern auch freie Luftdruckwaffen und

Schreckschusswaffen im Sortiment.  

Da war sie wieder die Faszination aus meiner Jugend für Waffen.

Das Alter stimmte, mit 20 Jahren kaufte ich mir kurzer Hand ein Luftgewehr.

 

Ich habe mit dem Gewehr geschossen wo sich eine Möglichkeit ergab. Im Keller auch bei Freunden im Garten oder in einer Garage.

Ich habe auf Kerzen, Nüsse, Eichel, Streichhölzer und vieles mehr geschossen. Es machte mir viel Spaß aber es genügte mir nicht mehr.

Mein Gedanke ging jetzt in Richtung Sport um sich da im Schießen mit anderen Schützen zum messen.

Zu diesem Zeitpunkt war ich noch ein echter Anfänger und wusste noch nicht, was alles im Schießsport geschossen wird und möglich ist.

 

Ich hörte mich um und erfuhr dass sogar ein Schießstand in meiner Stadt von einem Sportschützenverein unterhalten wird.

Mit dem Gedanke im Hinterkopf sogar …vielleicht mit einem KK Gewehr schießen zu dürfen beflügelte mich die Sache jetzt schnell anzugehen.

Es kam anderes als ich Dachte.

An einem Wochentag abends stellte ich mich vor, erzählte dem damaligen Schießleiter für Langwaffe Manfred von dem was ich bisher so gemacht habe.

Er freute sich darüber das ich mit einem einfachen Luftgewehr schieße und das er jetzt einen neuen Luftgewehrschützen dazu bekommen könne.

Er sagt mir direkt 1 Jahr Probezeit und nur erstmal mit Luftgewehr schießen dann irgendwann mal Kleinkaliber Gewehr, und ging gleich mit mir zum Luftgewehrstand und zeigte mir voller Stolz die Vereins Match Luftgewehre.

Er war sehr freundlich zu mir und gab mir gleich Diabolos, Scheiben und ein Gewehr in die Hand.

Danach erklärte Manfred mir die hohe Kunst des freistehend Luftgewehrs schießen.

Er gab mir noch eine harte und schwere Schießjacke sowie ein dicken Schießhandschuh dazu.

So verpackt stand ich da und lauschte seinen Anweisungen. Das war eine Verbiegerei. Es war ganz anders als ich mir das Vorgestellt hatte.

Es hat mir zwar Spaß gemacht aber am Ende des Tages tat mir der Rücken weh.

Wir haben uns dann für den Sonntagmorgen wieder verabredet.

Manfred war froher Dinge, er meinte zu glauben einen neuen Luftgewehrschützen gefunden zu haben.

 

Das sollte sich aber am Sonntagmorgen nachhaltig ändern.

 

Mit neuen Schwung und Elan war ich viel zu früh auf dem Schießstand und Manfred war noch nicht da.

Also habe ich mich schon mal auf dem Luftgewehrstand umgesehen und mir eine mögliche Bahn zum trainieren ausgesucht.

Plötzlich ein lauter Knall der mich für einen Moment zusammen zucken lies.

Noch ein lauter Knall und es knallte immer mehr.

Ich fragte ein Mitglied der auf den Luftgewehrstand kam was da los wäre und er sagte mir das sind die mit den dicken

wörtlich „Wummen“ die machen am Sonntagmorgen immer so einen Krach. 

Was dicke Wummen das gibt es auch hier, das muss ich mir anschauen…………..

Danach hat mich Manfred nie wieder auf dem Luftgewehrstand schießen gesehen.

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Kapitel 2.

 

Der Weg.

 

Der Weg zu einer eigene „ Wumme“ war aus heutiger sich ganz schön beschwerlich.

In den meisten Vereinen heute ist der Weg zur eigenen Großkalibrigen Waffe leichter.

 

Als ich den Luftgewehrstand den Rücken gekehrt hatte stellte ich mich in den Vorraum vom Kurzwaffenstand und beobachte das Treiben der Kurzwaffenschützen.

Ich konnte es kaum glauben die Jungs da schossen mit Pistolen und Revolvern die man sonst nur aus Kino und TV her kennt.

Mit offenem Mund stand ich da, zumindest habe ich mich so gefühlt.

 

Der Schießleiter für Kurzwaffen war auch da und beobachtete mich wohl wissend und leicht schmunzelnd wie ich als unwissender Neuling darauf reagiere.

Ich denke der hat öfters Interessierte hier auf den Kurzwaffenstand mit so erstaunten Gesichtern stehen gesehen.

Als ich Ihn so hinter seinem Schreibtisch sitzen sah begrüßte ich Ihn sofort und stellte mich gleich vor.

„Ich bin der Günter erwiderte er und wir Sportschützen duzen uns alle untereinander“ er bot mir gleich sein Du an.

„Das halte ich bis zum heutigen Tag so, unter Sportschützen und die es werden wollen, wird das Du angeboten und gehalten.“

 

Ich bot auch direkt mein Du an und fragt Ihn gleich ob ich hier mal zu schauen darf.

 Na klar aber wenn ich Lust hätte dann könnte ich es auch mal probieren und mit schießen.

Aber zuerst nur mit Kleinkaliber Pistolen oder Revolver.

 

Kleinkaliber - .22 lr oder .22 lfb genannt.

Dann zeigte Günter mir die Waffen die vor ihm auf dem Schreibtisch im geöffneten gesicherten Zustand lagen. Hiermit kannst Du zuerst Schießen.

Für mich sahen die Waffen genauso aus wie die von den Schützen auf dem Stand die gerade Trainierten.

Wie dachte ich, soll gleich mit richtigen …ähhh richtigen Waffen schießen. Ich fand den Gedanken toll bekam aber zugleich echt weiche Knie

(und da war es wie Damals der Respekt vor Waffen).

Günter beruhigte mich und sagt mir … mach Dir mal keine Sorgen ich bin bei dir und erkläre dir alles.

Trotz weicher Knie und einem flauen Bauchgefühl willigte ich ein.

 

Jetzt hatte ich nur noch die Wahl was für eine Waffe nehme ich vom Tisch.

Pistole oder Revolver.

Die modernen Sportpistolen gefielen mir von Anfang an nicht so gut.

 

 

Walther GSP Sportpistole cal. 22 lr

Aber der Revolver mit dem langen Lauf und einem klangvollen Namen den man nur aus den Amerikanischen Gangsterfilmen kannte (Smith & Wesson = Dirty Harry) das war mein Ding.

Zwar war das noch kein .44 Magnum wie im Film aber immerhin sah der .22 iger für mich „fast“ genauso aus.

Als ich den Revolver in die Hand nahm spürte ich sofort das wird eine unendliche Geschichte und ein Hobby für`s Leben.

Als die anderen Schützen eine Pause einlegten ging Günter mit mir zum Schützenstand und erklärte mir ganz ruhig und sachlich was ich zu tun habe.

Den sicheren Umgang, wie viel Patronen geladen werden wie ich die Waffe halten muss und viel andere Details.

Es war eine ganze Menge an Informationen und ich konnte vor lauter Aufregung die Waffe nicht ruhig halten.

Ich zitterte wie Espenlaub am ganzen Körper, so kam es mir auf jeden Fall vor.

Als dann der erste Schuss viel war ich doch sehr erleichtert. Ich hatte gleich gedacht der Schuss der ist voll daneben.

Nein eine guter Schuss, in die 6 oder so ich war überglücklich das es so gut geklappt hat.

 

An diesem Morgen habe ich gleich unter Aufsicht eine Packung .22 iger verschossen und alle Schüsse waren zumindest auf der Scheibe.

Mit jedem Schuss den ich abgab verschrieb ich mich immer mehr dem Schießen mit Kurzwaffen und besonders dem Revolver.

Als ich mit dem Schießen fertig war erzählte mir Günter was ich alles machen muss um eine Kurzwaffe mein Eigen nennen zu dürfen.

Man das wird aber ein langer Weg dachte ich mir so.

 

Ein Jahr Probezeit und Aufnahme im Verein durch den Vorstand und eine Sachkunde.

Das waren die einen Kriterien die zu erfüllen waren.

Die weitaus schwerere Sache war Bronze, Silberne und Goldene Nadel zu schießen.

Das heißt bei Gold einen neuner Schnitt unter Wettkampfbedingungen zu schießen.

Man… von 300 Möglichen min. 270 zu erreichen das klang für mich unerreichbar.

Das schaffst Du nie ... ging mir so durch den Kopf.

Dann habe ich mir die anderen Schützen angesehen … die haben es doch auch geschafft.

Die kochen doch nur auch mit Wasser dachte ich mir und kam zu dem Schluss schau Dir die besten Schützen an wie die das machen und lerne davon.

So halte ich das noch Heute

 

An diesem Sonntagmorgen begann für mich das Sportschützenleben.

 

Ab sofort begann für mich das Training, nur noch ein paar Dinge die man so zu einem guten Training braucht besorgen.

Ein Specktiv zur Scheibenbeobachtung, Schusspflaster weis und schwarz  und ein Alukoffer in dem ich alles eingepackt  habe.

In diesem schönen Alukoffer (so einen hatte fast jeder Pistolenschütze bei sich) sollte später meine eigene Waffe transportiert werden.

 

Jetzt ging ich 3 mal Wöchentlich zum Training und trainierte am liebsten mit den besten Schützen. Die zeigen mir alle Tricks und Kniffe wie man zu guten Schießergebnissen kommt.

Außerdem hatten die meisten von Ihnen auch eine großkalibrige Waffe, bei denen ich ab und zu mit schießen durfte.

Natürlich am liebsten mit einen Revolver im Kaliber .38 Spezial oder maximal .357 Magnum.

So eine Zentralfeuerpistole im Kaliber .32 WC durfte ich auch schießen, diese waren auch sehr Präzise machten mir aber keinen richtigen Spaß.

Eine Colt im Kaliber .45 ACP gefiel mir da schon weit aus besser, machte auch echt Spaß und Pistolen mit einem 1911 System sind immer noch für mich die schönsten Pistolen.

 

Ich bin im März 1982 dem Verein beigetreten und habe dank der intensiven Ausbildung und des Trainingsfleißes nach ca. 7 Monaten meine Golde Leistungsnadel genau 270 Ringe während der Vereinsmeisterschaft geschossen.

Immerhin Bronze Vereinsmeister und goldene Leistungsnadel ich habe mich wie Bolle gefreut.

Meine ersten Leistungsabzeichen. DSB

 

PS:  Die Ergebnisse halte ich heute noch locker. Gutes Training ist nachhaltig und führt zum Erfolg.

 

Die eigene Waffe …leider hatte ich noch nicht die Probezeit hinter mir und die Sachkunde musste ich auch noch machen. Der eigene Revolver musste noch ein bisschen warten.

Die Waffensachkunde hatte ich vor lauter Eifer schnell erledigt.

Ich habe Waffenfachbücher und Fachzeitschriften förmlich in mich hinein gefressen.

Außerdem hatten wir ein  Top Waffenfachmann  (Martin Hugo) erster Klasse im Verein, der mit Klaus-Peter König zusammen im Motorbuchverlag mehrere gute Fachbücher herausgebracht hat. Deutsches Waffen Journal, das Schweizer Waffenmagazin und der Internatonale Waffen Spiegel waren meine tägliche Lecktüre. 

Das alles hat mir in der Anfangszeit so viel Spaß gemacht.

Viele gute Freundschaften habe ich geschlossen, so das die Zeit flugs Verging.

 

Als dann das Probejahr vorbei war machte ich mich daran unseren Schießleiter Günter Wegen einer WBK zu beackern.

Damals war das eben so man musste sich langsam am Kaliber hoch arbeiten.

Ich fragte Günter ob ich nicht langsam mal eine WBK bekommen könnte.

Er zauderte am Anfang mit der Antwort (als ob es was Schwerwiegendes wäre eine Waffe zu beantragen).

Na ja hast ja alles erfüllt und schießen kannst Du ja auch.

Ich stutzte und dachte mir gleich… hallo… ich schieße schon in der ersten Mannschaft für Ruhm und Ehre.   

 

Ein .22 iger die kann ich Dir erstmal Beführworten, das muss der Vorstand auch erst absegnen und das dauert noch ein paar Tage. Na gut aber ein Revolver soll es sein sagte ich gleich.

 

Wieder warten und ich wurde Langsam ungeduldig.

Ganze drei Monate haben die vom Vorstand gebraucht um mir eine Befürwortung aus zu stellen.

Ich hatte mich schon mal nach einem passenden Modell umgesehen.

Ein Jäger hatte noch einen Smith & Wesson Modell 17 zum Verkauf über und der hielt den Revolver bis ich die WBK bekommen hatte fest.

Nach 18 Monaten habe ich meine erste Kurzwaffe endlich mein eigen nennen dürfen, und ich war Happy.

Smith & Wesson Mod. 17 cal. 22 lr

Diesen Revolver habe ich noch Heute und das seit über 30 Jahren und vielen tausenden von Schüssen.

Der Revolver schießt immer noch wie Gift und es macht immer noch sehr viel Spaß damit zu trainieren.

 

Bemerkung:

 

Ich habe lange warten und hart trainieren müssen um meine erste Kurzwaffe zu bekommen.

Aber es hat sich gelohnt. Denn ich kann jeder Zeit den Wettkampf mit guten Schützen aufnehmen. 

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Kapitel 3.

Die Dicken Wummen.

Endlich ich hatte meine erste eigene Kurzwaffe einen .22 ziger Revolver. Ich war happy, und voll von den anderen Schützen angefixt wenn es um Großkaliber ging.

„Jetzt lass dir noch einen dicken Revolver genehmigen der Verein muss Dir den Zweiten genehmigen, frag den Günter.“  So ging es in einer Tour.  

Mir gefiel der Gedanke sich einen fetten .44 Magnum Revolver beführworten zu lassen.

Denn alle anderen hatten nur einen .357 Magnum Revolver oder eine .45 ACP Pistole oder kleiner und schwächer „.32 WC Hämmerli / Walther… gähn“.

Beflügelt von den anderen Kameraden ging ich wieder mal zum Sportleiter Günter und sprach Ihn an, ob es nicht jetzt auch an der Zeit währe eine Großkalibrige Waffe zu befürworten. Immerhin schieße ich ja schon in der ersten Mannschaft und soll auch Rundenwettkämpfe in der Zentralfeuer Disziplin mit schießen. Da wäre es doch besser eine eigene passende Waffe zu haben und ich bräuchte mir nicht ständig eine ausleihen.

Wieder mal überlegte Günter und tat so „als wenn er mir die Waffe kaufen müsse“ und war sichtlich genervt.

Ja gut aber der Vorstand muss entscheiden. Wie immer!  Was für eine Waffe möchtest Du dir kaufen, fragte Günter gleich. Einen Smith & Wesson Mod. 29 sagte ich mit einem freudigen Lächeln.

Auf einmal wurde Günter ganz blass und dann wiederum ganz rot im Gesicht. Was einen .44 ziger den gibt es nicht, einen .357 ziger oder eine Pistole in .45 ACP maximal. Mit einem .44 ziger schießt ihr mir hier alles kaputt so was kann man schlecht beherrschen. Das war sein Argument.

Jetzt war mir klar warum keiner im Verein ein .44 ziger hatte und auch keine .9 mm Para (Polizeikaliber) nix für Sportschützen.

Ehrlich, das war so, vor 30 Jahren in unserem Verein. Auch in vielen anderen Vereinen war es zu damaligen Zeit so.

Nun ja ein .357 Magnum ist auch klasse und ich lies mich wie die anderen Schützen drauf ein.

Da gibt auch so viel schöne Modelle, da ist die Auswahl doch sehr groß. 

Ehrlich ich habe es nie bereut einen .357 Magnum zu kaufen und trotzdem, ein .44 ziger der sollte später folgen.

Aber dazu erst im einem anderem Kapitel.

Nach fast 2 Jahren Vereinszugehörigkeit war es dann so weit, mein erster Großkaliberrevolver im Kaliber.357 Magnum.

Eigentlich sollte es ein Colt Python werden aber der war damals als Edelrevolver zu teuer. Der Colt war fast doppelt so teuer wie ein Smith & Wesson.

Zu dieser Zeit kam in Deutschland ein neues Modell von Smith & Wesson auf dem Markt das Modell 586 / 686 Distinguished Combat Magnum. Das direkte Konkurrenzmodell zum Colt Python.

Weil der Preis so gut war habe ich mir auch gleich ein Stainless Modell 686 First Modell zugelegt.

Smith & Wesson Mod. 686 Distinguished Combat Magnum

Ich habe es nie bereut. Absolut zuverlässig und sehr Präzise und das nach 30 Jahren Dauereinsatz.

Jetzt sah es in meinem Aluköfferchen schon recht nett aus. Beim öffnen erblickte man in rotem Samttuch eingebettet zwei schöne Top gepflegte Revolver.

So ausgestattet macht auch jetzt noch der Gang zum schießen viel mehr Spaß.

Mit den eigenen Waffen ging es jetzt auf die gesamte Bandbreite von Meisterschaften.

Rundwettkämpfe, Bezirks und Landesmeisterschaften so wie diverse Turniere. Jede Gelegenheit um Medaillen zu bekommen wurde genutzt. Stadtmeisterschaften und Vereinsmeisterschaften waren Pflichtprogramm.

 

80´ziger Jahre Stadmeisterschaft und Vereinsmeisterschaft.

Jetzt so langsam war es an der Zeit sich eine Pistole im großen Kaliber zuzulegen.  Mittlerweile wusste ich wie hier im Verein (Vorstand) die Uhren ticken. Eine weitere Großkaliberwaffe durfte nach Vorstellung des damaligen Vorstands nicht größer sein als meine derzeit größte Kurzwaffe, also meine .357 Magnum. Das heißt eine .45 ACP Pistole oder doch noch einen .44 Magnum Revolver, konnte ich mir abschminken.

Einer meiner damaligen Kumpel Kalle hatte da einen guten Einfall. Kalle war in derselben Situation. Er sagte zu mir wir beantragen eine Pistole im Kaliber .38 WC. Ich stutzte und sagte zu Ihm „wie so gerade das reine Sportkaliber“.

Wenn wir das Kaliber befürwortet bekommen kaufen wir uns eine Pistole von Smith & Wesson Mod. 52. Auf dieser Waffe kann man dann ein Wechselsystem vom selben Hersteller Smith &Wesson Mod 39 .9 mm Para drauf setzen lassen. Ist zwar etwas teurer aber so haben wir zumindest ein .9 mm Para Pistole und die im Vorstand elegant umgangen.

Gesagt getan, Geld gespart und Pistole beantragt.

Der Vorstand hatte nichts zu bemängeln. Wenn die gewusst hätten!!!

Alles lief wunderbar und einen Händler hatten wir auch schon der uns die Waffen für ein guten Preis anbot.

Der Tag war gekommen die Waffen standen beim Händler zur Abholung bereit. Kalle und ich nahmen uns für den Tag extra frei, denn es sollte ein besonderer Tag und ein besonderer Händler sein.

H-A Sander in Duisburg. (gibt es leider nicht mehr)                                                

In der Tat ein besonderer Händler.

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Kapitel 4

Die Sander Infizierung!

Es war ein richtig schöner Frühsommer Tag und wir machten uns schon vormittags auf den Weg nach Duisburg.

Wir fuhren zum ersten Mal zu einem Waffenhändler nach Duisburg. Zuvor nochmals auf die Straßenkarte geguckt (Navi unbekannt) wo die angegebene Straße ist. Ah ha in der Innenstadt Fußgängerzone, und bestimmt ein gutes Ladengeschäft mit Schaufenster und reichlich Auslagen dachten wir gleich.

Als wir dann endlich auf der besagten Straße waren gab es weit und breit kein Waffengeschäft wie wir uns das so halt vorstellten.

Stimmt die Hausnummer fragte ich Kalle. Ja klar sagte er, hier steht es schwarz auf weiß, die Adresse stand im Internatonalen Waffen Spiegel im Werbeteil.

Da standen wir vor der besagte Hausnummer und kein Waffenladen weit und breit. Das Haus vor dem wir standen sah ehr nach einem Anwalts und Bürogebäude aus.                                                                                                        

Mit viel kleinen Messingfarbenen Klingelschildern an der Wand, die weiter innen liegenden im Flur zur Eingangstür angebracht waren.

Kalle ganz frustriert sagte, hier sind doch nur Büros keine Waffen weit und breit.                    

Komm lass uns trotzdem mal schauen wer hier so sein Sitz hat sagte ich zu Ihm.

Eine Menge Messingschilder waren da von Rechtanwälten und irgendwelchen Büros diverser Firmen angebracht und da zwischen versteckt ein Schildchen mit der Aufschrift H.-A. Sander.

Kalle und ich schauten uns verdutzt an, damit haben wir bestimmt nicht gerechnet.

So ein Mist kein Ladengeschäft nichts zu sehen ging uns beiden da gleich durch den Kopf.

Na dann lass uns mal anklingeln.

Es öffnete niemand, ein leises brummen und die Tür öffnete sich. Jetzt erst konnten wir in den Raumecken Überwachungskameras erkennen.

Das war für uns neu, keine Waffen sondern Kameras auf uns gerichtet. In den Achtzigern gab es noch nicht so viel Kameraüberwachung wie heute. Allenfalls in Bonn beim Kanzler.

Ein Wegweiser zeigte uns dass wir in den zweiten Stock mussten. Im jeden Stock eine Kamera. Wir kamen uns vor wie in Fort Nox.

Endlich im 2. Stock angekommen wieder eine Kamera direkt vor der Eingangstür. Hier mussten wir nochmals klingeln und kurzer Zeit später öffnete sich die Tür.

Hallo, kommt rein wurden wir gleich freundlich begrüßt.                               

Sander stellte sich uns vor. Wau der Inhaber Persönlich macht uns auf. 

Das war neu für mich von Kameras und den Inhaber in Empfang genommen zu werden, aber noch nichts von den Objekten der Begierde zusehen aber das sollte sich sehr schnell ändern.

Der Herr Sander hat uns dann in den nächsten Raum geführt … wir waren einfach sprachlos als wir den Raum betraten. Ein Himmelreich für Kurzwaffenschützen.

Ein sehr gemütlich eingerichteter Raum mit mehreren großen Glasvitrinen.    

Vor dem Kalle und ich mit weit geöffneten Mund standen.             

Wie kleine Kinder vor der Bonbon Vitrine am Kiosk.                                                                                                        

Hier waren Sie alle, die Kurzwaffen von denen wir sonst nur geredet und geträumt hatten. Alle in einem Raum.

Auto Mag, Wildey, Bren Ten, Grizzly, Sokolovsky, Colt und Colt SA Commemorativ, Dan Wesson, Korriphila, Ruger, Smith & Wesson und Sondermodelle, Sig , Korth und vieles mehr.

Wir waren Minuten lang sprachlos und bestaunten nur die Waffen. Kalle und ich haben einfach alles um uns herum vergessen.

Ach Ihr seid die zwei die bei mir die Master Pistolen bestellt habt, ich hole sie mal schnell für euch aus dem Lager.                                                                               

Mit diesen Worten riss uns der Sander aus unserem Schützenhimmel und er verschwand so gleich im Nebenraum. Kalle und ich waren immer noch sprachlos.

Die ersten Worte waren so was wie… Hammer oder Krass. Wie bekommt man denn so was? …  waren gleich die nächsten Worte.

Wie aus dem Lager noch mehr Kurzwaffen. Hier in diesem Raum waren schon genug Waffen um damit eine kleine Arme auszustatten.

Aber jetzt waren wir zuerst mal gespannt auf unsere neuen Waffen die wir uns zulegen durften.

Der Sander kam auch schon wieder und packte die Waffen für uns aus.

Waffen  wie aus dem Ei gepellt und beide von gleicher Qualität.                    

Sander erklärte uns dass er die Waffen persönlich dreimal im Jahr aus den USA von einem Händler aus Arizona besorgt und auch selber nach Deutschland einführt und auch zum Beschuss Amt bringt.

Er sagt die Waffen die er direkt in den USA beim Händler einkauft sind Waffen aus der ersten Wahl und nur für den Import bestimmt. Alle anderen Waffen sind zweite Wahl Export Europa, Asien ect.

Das war gut zu wissen den die Waffen die in seinem Verkaufsraum standen waren alle Excelent verarbeitet.

Wir waren von unseren neuen Pistolen begeistert.

 

Smith & Wesson Modell 52 Cal. 38 WC

Nach dem wir alle Formalitäten erledigt hatten kamen wir mit Sander erst richtig ins Gespräch.

Unsere erste Frage wie und wer bekommt solche Waffen wie eine .44 Magnum oder eine dicke .45 iger.

Sander schmunzelte und sagte zu uns, die Waffen kann jeder bekommen man muss nur im richtigen Verband sein. Einen Verband der das schießen mit den ganz großen Kalibern durchführt.

Wir kennen so einem Verband nicht, wir sind dem WSB angeschlossen sagten wir gleich.

Klar dass Ihr euch so eine Pistole .38 WC gönnt, mehr gibt es meistens nicht im WSB erwiderte Sander gleich.

Kalle sofort: und wo bitte schön, gibt es so einen Verein der mit größeren Waffen schießt.

In Essen beim Rolf. Der ist dem BDS (Bund Deutscher Sportschützen) angeschlossen. Hier habt Ihr die Adresse. Der ist total nett und locker.

Geht mal dahin.

Der Sander fand das wohl toll. Klar so hält man sich potenzielle Stammkunden warm.

Wir freuten uns tierisch auf diesen Tipp.

Wir blieben noch ein Weile beim Sander und im weiteren Gespräch erfuhren wir von Ihm was es denn mit den vielen Kameras auf sich hatte.

Sander erzählte uns das er Jahre zuvor mit einem anderem Geschäftspartner zusammen ein Waffenladen hatte (Visser und Sander).

Leider wurde dieser Laden von ganz üblen Gesellen überfallen.

Die kennt jeder in Deutschland. Bader – Meinhof.

Damals hatten Sander und sein Partner keine Wahl und mussten wohl oder übel die Beute, Geld und Waffen der Bande überlassen.

Jetzt haben es Ganoven nicht mehr so leicht sagt Sander, und meinte die Kameras überall. Und wenn doch noch einer hoch kommt dann…

er holte hinter der Ladentheke eine …Ithaca 37 "Stakeout" in Kaliber 12 zum Vorschein.

Ein echter „Ladenhüter“ der aufräumt.

Heute würde man sagen der Sander hat einen Bader - Meinhoff Komplex.

Na ja, so blieben wir noch eine Weile beim Sander und hatten eine Menge Blei und Pulver Gespräche.

Dann am späten Nachmittag machten wir uns sichtlich zufrieden, mit

unseren neu erworbenen Pistolen auf dem Nachhauseweg.

Nach dem was wir an diesem Tag gehört und gesehen haben stand für uns Felsenfest wir gehen in den neuen verheizungsvollen Verband.

 

Kapitel 5.

Der erste Kontakt

Jetzt denkt Ihr in diesem Kapitel geht es mit dem neuen Verband weiter. 

Weit gefehlt.                                                                                                                 

Im Kapitel 5 heißt es der erste Kontakt mit der noch heute umstrittenen Buchstabenkombination IPSC ( kurz International Practical Shooting onvederation ). Sportschießen oder Combat? Natürlich Sportschießen!!

In unserem Verein waren Berichte aus der IWS (Internationaler Waffen Spiegel) Pflichtlektüre. Es gab immer wieder Artikel des praktischen Schießens, von Autoren wie Siegfried F. Hübner oder Jeff Cooper.

Immer wieder war die Rede vom IPSC schießen und wie toll es doch sei! Nur leider gar nicht, oder ganz wenig in Deutschland.

Wir waren wie elektrisiert von diesen Berichten und würden auch gerne diese Art des Schießen betreiben.      

Aber wo darf ich das auch ???                                    

Wir hatten keinen blassen Schimmer.

Eines Tages kam Thomas zu uns, erzählte Kalle und mir das er über den Waffentuner Herbert Reck eine Einladung mit einer Besuchserlaubnis für drei Schützen auf einem Schießstand in Bergheim bei Köln bekommen hat.

Schießschule Germania, ein große Schießanlage speziell für Schützen gebaut, die Dienstlich oder aus anderen beruflichen Gründen den Umgang mit der Waffe erlernen und trainieren.

Thomas war der Meinung das wir drei nach Bergheim fahren und uns das mal anschauen sollten. Auch wurde uns erlaubt unsere eigenen Waffen mitzunehmen und auf dem Schießstand zu schießen.

Gesagt getan und wir freuten uns total darauf mal endlich Top Schützen schießen zu sehen wie es in den Fachzeitschriften gezeigt wird.

Vielleicht dürfen wir auch mal den einen oder anderen Schuss abgeben!

Na ja nur der Tag an dem wir eingeladen waren war mitten im Winter und sehr kalt und dann auch noch im Freien. Ich dachte mir nur ein guter Schütze muss auch im Freien seine Leistung bringen. ( Grins )

Als wir dann am besagten Tag vor der Einfahrt standen wurde uns bewusst wie kalt es war. Der Schießstand war eine still gelegte riesige Kies - Sandgrube.

Als wir hinein fuhren stand in mitten der Kiesgrube ein kleines Häuschen vor dem mehrere Autos parkten.

Wir fuhren vor und gingen ins Haus um uns anzumelden.

Das Haus war sehr einfach ausgestattet und ein Kohleofen sorgte für die nötige Wärme.

Ein paar Leute waren da und wärmten sich an dem Kohleofen auf und Frühstücken etwas.

Einer fragte uns ob wir neu währen und ob wir auch Trainieren wollen.             

Wir sind auf einer Einladung vom Herbert Reck hier... und wir vom all dem hier nicht den blassesten Schimmer haben. Antworteten wir brav.

"Ach alles kein Problem setzt euch erst mal hin und macht euch warm mit einer Tasse Kaffee und lecker Brötchen".

Wenn Ihr fertig seid dann gehen wir zum Herbert und den anderen Schützen,  unser Max trainiert gerade mit den Jungs IPSC.

IPSC da klingelte es bei uns und ein wohliger Schauer durchströmte unsere Körper. Kalle, Thomas und ich grinsten uns in voller Vorfreude an.

Endlich IPSC "der Schießsport" wo von wir im Verein häufig gesprochen hatten.

Wir nahmen unseren Kaffee und die Brötchen in windes eile ein, denn wir hatten keine Lust mehr länger zu warten.

Endlich war es so weit wir schnappten unser Waffenkoffer und gingen dann zu besagten Schießstand.

Ein langer Weg denn die Kiesgrube war groß. In einem großen Rund erstreckte sich die Schießanlage und zwischen den Ständen konnte man  mit einem PKW fahren und Schießübungen direkt aus dem Auto durchführen. Eben eine Anlage für Sicherheitskräfte und Personen die eine Waffe für den Selbstschutz mit sich führen.

Endlich angekommen zwischen mehrer Schießständen stand da eine Gruppe von ca. 10 Schützen voll aufgerödelt mit Pistolen, Magazinen und alles am Gürtel. Ja genau so wie im Internationalen Waffen Spiegel von Hübner oft gezeigt.             

Ein kleiner Mann stand vor der Gruppe und gab Anweisungen.

Ahhhh... der Max nimmt die Jungs erstmal rann, kam es von einem Schützen vor uns.  Wir stellten erstmal die Waffenkoffer ab und beobachteten das Treiben genau.

Alle standen in Reihe... Waffe holstern und auf Kommando Waffe ziehen und in Anschlag bringen dann schnellen Magazinwechsel durchführen, natürlich ohne Munition.  Wir waren wie gebannt. Ja das ist es... das macht bestimmt viel Spaß.

Max ließ die Übungen immer und immer wieder wiederholen bis bei allen die Übungen in Fleisch und Blut übergingen.

Max Wiegand in jungen Jahren schon ein sehr erfahrener IPSC Schütze.  Damals schon mit viel Internationaler Erfahrung und super schnell.                 

Max trainierte bis zum geht nicht mehr selbst mit verbundener Hand war Max unschlagbar.

Trainingspause.... wir erwachten aus unserem Staunen und wendeten uns dem wahren Grund zu... Thomas hatte eine Verabredung mit Herbert Reck. 

Herbert Reck galt damals als einer der Top Waffentuner in Deutschland. Thomas wollte sich von Herbert Reck eine Waffe tunen lassen. Deshalb hatten wir die Möglichkeit nach Bergheim mitzufahren und einen Einblick in einen neuen Schießsport zu bekommen.

Im Gespräch konnten wir über die für uns neue Schießsportart IPSC und über die Tuningarbeiten von Herbert und Max vieles erfahren.                                                          

IPSC absolutes Neuland für uns aber wir waren wie Verzaubert von dieser Sportart.

Auch die Arbeiten von Herbert Reck machten uns sehr neugierig und das sollte sich ein paar Jahre später für mich Form einer Top getunten .45`iger  lohnen.

Wir durften uns ein paar Exemplare seiner Arbeit anschauen und ausprobieren. Iden und Verarbeitung einfach Exelent.

Schon damals war man mit einer gut getunten und optimierten Waffe beim IPSC mächtig im Vorteil.

 

Wir waren natürlich heiß wollten es mit den anderen Schützen gleich tun und schossen mit unseren Revolvern auch ein paar Übungen.

Na ja mit einem .357 Magnum IPSC , aber zur Not müssen die Revolver herhalten  und wir hatten auch damit unseren Spaß.

 

Holster - Waffe ziehen schießen natürlich dubblette, dubblette und .... frieren.  

Es war in der Kiesgrube wirklich saukalt.

    

Wir schossen bis keine einzige Patrone mehr über war und Max Wiegang endlich ein Einsehen mit uns hatte.

Max zeige uns dann wie schnell man eine getunte 1911`er treffsicher feuern  kann. Wir waren hin und weg. Ja das wollten wir auch machen.

         

         

Wir waren nur noch begeistert, schauten uns alles an, wollten alles über IPSC und deren getunten Waffen wissen. Der Tag verging wie im Fluge.

Als wir im Auto auf dem nachhause Weg waren, waren wir restlos fertig zermarterten uns den Kopf wie wir an das IPSC schießen kommen und wo man das problemlos Trainieren kann. Eines war uns klar sobald sich eine Gelegenheit bietet sind wir mit dabei.

Der Tag mit Max und Herbert und den anderen hat uns sehr viel Spaß gemacht. Es ist jetzt 29 Jahre her aber IPSC ist immer noch Präsent für mich.

Einmal IPSC immer IPSC.

DVC (Diligentia, Vis, Celeritas)

 

Kapitell 6:                                                                                                    In den sauren Apfel beißen:

Nach dem wir in Bergheim unseren ersten Kontakt mit dem Praktischen Schießen sprich IPSC hatten, schwirrte uns nur eines im Kopf herum „Action“!

Leider steckte IPSC in Deutschland noch in den Kinderschuhen obwohl diese Sportart schon 10 Jahre zuvor in den USA von  John Dean "Jeff" Cooper ins Leben gerufen wurde. ( Siehe Bericht unter Geschichte/ Historie).

Es wurden sogar schon mehrere Weltmeisterschaften ausgetragen.

Nur in Deutschland war wieder alles anders. Die Behörden taten sich  sehr schwer diese sportlich und körperlich Anspruchsvolle Disziplin anzuerkennen.

Die Begründung war immer dieselbe. IPSC ist Combat schießen ( Kampfschießen) und deshalb in Deutschland nicht erlaubt.  Es hat noch bis 1990 gedauert bis die ersten offiziellen Deutsch Meisterschaften in IPSC  in Heidelberg ausgerichtet wurden.

Leider mussten meine Schützenfreunde und Ich die nächsten Jahre in den sauren Apfel beißen und uns eine Alternative suchen.

Ja der neue Verband BDS war ja noch da und wir wurden fündig. Der Verband hatte eine Alternative die Mehrdistanz.  Eine bewegliche und auf Zeit ausgerichtete Disziplin. Wir hatten unsere Alternative die für uns nur ein Teilstück und als Vorbereitung zum Höheren willkommen war.

Wir erinnerten uns an den Tipp von unserem Lieblings Waffenhändler Sander und bewarben uns  bei einem Essener BDS Verein. Der ASG Assindia Essen e.V..

Das war zu der damaligen Zeit der nächste BDS Verein. Aber das war mir und den anderen Gleichgesinnten einfach egal.

Also machten Kalle, Sandra und Ich uns auf den Weg und trafen uns dort mit dem ersten Vorsitzenden der AGG Assindia in Essen der uns zu einem kennen lern Gespräch zu sich nach Hause eingeladen hat. 

Kapitel 7:                                                                                                   Ein selten komischer aber netter Vorsitzender.

            

Nach Essen Steele wurden wir eingeladen. Schon am Telefon wurden wir sehr herzlich und offen begrüßt. Das kennt man von den meisten Vereinen nicht. Man wird ehr mit Vorsicht und auch mit Misstrauen beäugt. So nach dem Motto die wollen doch alle nur Waffen haben.                                                                                                                                 Hey ja wird sind Sportschützen und wollen auch schießen und dazu braucht man  Waffen.

Rolf hatte schon im Gespräch am Telefon spüren lassen das er dafür Verständnis hat das wir nicht nur Schießen wollen sondern auch entsprechende Waffen benötigen.

In  gespannter Erwartung machten wir uns auf dem Weg nach Essen mit dem Gedanken, ist Rolf wirklich so wie am Telefon oder alles nur Seifenblasen.

Als wir dann da waren übertraf alles Unseren Erwartungen.

Wir standen vor einem schönen alten Herrenhaus in einer ruhigen beschaulichen Umgebung mitten in Essen Steele. Wir klingelten an und Rolf öffnete und begrüßte uns so als wenn wir uns schon Jahre kennen würden. So offen begrüßt zu werden das haben wir nicht erwartet. Kein beäugen kein Misstrauen!

Wenn man Rolf so gesehen hätte dann hätte man auch denken können, er ist ein engagierter Grüner aus dem Umfeld der Sonnenblumen Freude im Strickpullover.

Zuerst stellten wir uns vor und Rolf erzählte uns dass er Lehrer währe (das passte zu seinem äußeren Erscheinungsbild).

Im laufe des Gesprächs mussten wir aber feststellen das Rolf gar nicht dem äußerem Erscheinungsbild entsprach.

Rolf quasselte wie ein Wasserfall und das einzige Thema war Waffen, Waffen und nochmals Waffen.

Ganz besonders waren ihm die Langwaffen ans Herz gewachsen. Genauer gesagt Ordonanzgewehre aller Art.

Wir gingen in sein Arbeitszimmer (ehr Hobbyzimmer) und jetzt ging es zuerst mal darum was er doch alles für schöne Gewehre hat. Mit voller Inbrunst erzählte er uns über seine Gewehre.

Wir standen vor einer Wand von Waffenschränken die Rolf nach und nach öffnete um uns seine Exponate zu zeigen. Kalle und ich gucken uns nur an mit dem gleichen Gedanken „ definitive kein Grüner ehr netter Verrückter“.

Langsam beruhigte sich Rolf und lies uns auch mal zu Wort kommen. Wir erzählten Ihm von unserem Anliegen, mehr im Schießsport zu erleben und nicht nur statisch auf dem Schützenstand herum zu stehen. Auch erzählen wir dass unsere Vorliebe die Kurzwaffe sei. Wir erzählten Rolf dass wir über den Waffenhändler Sander seine Adresse als Tipp bekamen.

Rolf sein Kommentar da habe ich auch noch ein dutzend Kurzwaffen ist aber nicht sein Steckenpferd.

Kein Problem wir schießen auch sehr viel Kurzwaffe in unserem Verein sagte Rolf gleich und wenn wir seinem Verein beitreten würden, dann könnten wir uns entsprechend aus toben. Der Schießstand ist groß genug und jeder könnte das Schießen was ihm Spaß macht.

Das beste: Alle Kaliber die uns bisher vom alten Verein verweigerte wurden.

Wir waren hell auf begeistert und fragten Rolf gleich, wann wir beitreten können.

Rolf… na klar sofort!

Gleich machten wir uns ans Werk. Aufnahmeanträge für Verein und Verband waren schnell ausgefüllt.                                                             Noch lange sprachen wir über Waffen, Verein und dem schießen im Verband.

Als wir endlich nach Hause fuhren, waren wir uns sicher dass das die richtige Entscheidung war. Jeder schwelgte in Gedanken welche Waffe in naher Zukunft  sein Eigen wird.                                                                                                                                                                            Sandra wollte schon immer eine .9 mm Para von Brünner CZ 75, die .9 mm Para war im alten Verein als Polizeikaliber verpönt.

Kalle war sich sicher eine .45 ACP von Colt (Colt Fan) musste her. Auch hier verweigerte der alte Vorstand die Waffe weil Kalle schon zwei Großkaliber Kurzwaffen hatte. 

Ja und Ich war ein ausgesprochener .44 Magnum Fan wie schon mehrfach berichtet. Man kann sich ja denken, was für eine Meinung der alte Verein dazu hatte. 

       

Wir stellten uns vor was für Augen der alte Vorstand und die anderen Mitglieder im alten Verein machen wenn wir mit unseren neuen Errungenschaften gleichzeitig auflaufen.

Wir beschlossen dass wir gemeinsam mit unseren neuen Waffen zum Training im alten Verein erscheinen.

Die Stielaugen…. wollten wir uns nicht entgehen lassen.  

 

 

Eurer Clint

 

Kapitel 8:                                                                                                         Rüthen

Es dauerte nicht lange und wir (Sandra, Kalle und Ich) hatten unseren ersten Tag zusammen mit den anderen Mitgliedern der ASG Assindia Essen, es ging nach Rüthen ins Sauerland nahe Brilon.

Wir waren sehr gespannt, wie sind die anderen Mitglieder so drauf und hält der Schießstand das was Rolf uns versprochen hat. Das der Schießstand genügen Möglichkeiten verfügt und wir ausgiebig Schießen können.

Die Anfahrt über die Autobahn dauerte ungefähr 75 Minuten  und es waren so 120 Kilometer die wir zurücklegen mussten. Der eine oder andere von uns dachte gleich ob sich überhaupt die Fahrt dahin lohnt. Wir hatten so unser Bedenken aber der Gedanke an die anderen „Kanonen“ hat die Zweifel gleich wieder zerstreut.

Mit Zuhilfenahme einer Landkarte (da gab es noch kein Navi) mussten wir noch den Schießstand suchen. Denn der Schießstand ist in einer Bewaldeten Bergkuppe gut versteckt und eingebaut. Das erschwerte unsere Suche so dass wir  mindesten dreimal an der richtigen Zufahrt vorbeigefahren sind. An einen Fußballplatz vorbei über einen kleinen ansteigenden Seitenweg (der sollte uns im Winter noch einiges an Schmierigkeiten bereiten)  kamen wir dann endlich an.

Es stand schon einiges an Autos auf dem Parkplatz. Wir wahren überrascht das so viele Schützen da sind.

Das Gebäude vor uns war schon recht groß, zweistöckig aber von außen konnte man keinen Schießstand erkennen. Nur vor dem Gebäude war ein Stückchen unter uns ein kleines Häuschen aus dem schwere Schussknalle kamen und wir wunderten uns schon. Kleines Gebäude Schießstand und großes Gebäude ??? 

Wir packten unser kleinen bescheiden Koffer und beschlossen zuerst mal ins große Gebäude zu gehen.

Als wir an kamen stand Rolf schon da und hat auf uns gewartet, Er konnte sich denken dass wir etwas verspätet eintreffen, denn jeder der zum ersten mal nach Rüthen kommt verfährt sich.

Wir waren direkt in einen groß Gastraum mit einer großen Theke und einige Schützen standen in mitten von Gewehrtaschen, Pistolenkoffer, Munitionstaschen und Frühstückbrötchen. 

Rolf kam uns wie immer in seiner offenherzigen Art entgegen, da seit ihr ja endlich denn die anderen Vereinsmitglieder freuen sich euch kenn zu lernen.

Rolf stellte uns den anderen Mitgliedern vor und zeigte uns daraufhin wo die Stände sind. Erst den großen und sehr breiten 50 Meter Schießstand.

Rolf sagte zu uns hier darfst du alles an Handfeuerwaffen schießen was dein Herz begehrt. Denn der Stand geht ja in den Berg und so auch hier nichts passieren kann.

Dann zeigte er uns den kleinen 25 Meter Stand, Platz für 5 Personen gleichzeitig.

Rolf sagte, das besondere an beiden Ständen sei, die Schießstände sind voll begehbar und wir dürften aus jeder denkbaren Distanz schießen.

Rolf sagte geeignet für die Mehrdistanz und Fertigkeit Disziplinen. Da klingelte es wider bei uns in den Ohren! Bewegungsschießen IPSC Praktisches Schießen.

Rolf sagte uns das der 25 Meter Stand kaum benutz würde und alle auf dem großen Stand alles schießen wollen, oder auf den 100 Meter Gewehrschießstand sind. Kommt den  100 Meter Stand zeige ich euch jetzt.

Das war der Eingang zum klein Häuschen  aus dem die schweren Schüsse kamen.

Wir gingen hinein. Drei Bahnen a 100 Meter mit einer Seilzuganlage.

Drei Schützen lagen Bauchlängst auf Schießtischen und gaben alles mit Ihren Karabinern K98, Nagant `s, Jagdbüchsen, Steyer SSG, Selbstladern von Heckler u. Koch und Ruger. Die modernen Modelle wie heute ( AR  waren noch nicht zugelassen. 5, Saiga, Cugir, Syer Aug, Heckler und Koch ect.) waren zu damaligen Zeit nicht Zugelassen.

Der Gewehrstand gefiel uns auch gut, war aber für uns zweitrangig. Wir wollten lieber mit Pistole und Revolver Action schießen betreiben.

Aber an diesem ersten Tag haben wir alles ausprobiert und die viel Mitglieder kennen gelernt. Alle waren super nett zu uns und wir durften auch die Waffen von den Kameraden ausgiebig schießen. Endlich konnten wir mit Waffen schießen die uns im anderen Verein verwährt wurden.

Der Stand war immer komplett für ca. 8 Stunden angemietet. Man hatte genug Zeit sich auszutoben und sich mit den anderen über sein Hobby ausgiebig auszutauschen.

Trotzdem gerade deshalb verging die Zeit wie im Fluge. Völlig fertig und mit einen grinsen im Gesicht machten wir uns am Abend auf den weg nach hause.

Ich musste fahren. Auf der Heimfahrt waren  wir überglücklich und schwärmten von unserem neuen Verein. Das war ein ganz besonderer Tag. Nach der halben strecke schliefen Sandra und 

Kalle in wohliger Erschöpfung ein. Ich musste fahren also schwärmte ich vor mich hin. Bald gibt einen.44 iger Dirty harry läst grüßen.

Rüthen wurde ein fester Termin in unserem Kalender und einige von unserem alten Vereinskameraden sollten nach und nach dazu kommen.

Kapitel 9:

Training in Rüthen

Jetzt hieß es so oft mit machen und jeden zweiten Samstag im Monat nach Rüthen zum Training wir waren echt motiviert und wollten im BDS auf Wettkämpfe gehen nur so konnten wir zusätzlich Kurzwaffen bekommen.

Wir trainierten zu erst die Mehrdistanz (alte Version) 45 Schuss in 300 sek. siehe Bericht unter Mehrdistanz BDS (Die alte BDS Mehrdistanz).

Das Trainierten wir ausgiebig und die Erfolge blieben nicht aus.

Im darauf folgenden Jahr 1986 waren wir schon bei den Landesmeisterschaften unter den ersten  10 besten Platzierten und konnten unsere Waffen beantragen.

                                                                 

Sandra bekam Ihre CZ Trophy in .9 mm Para. Kalle seine .45 ACP eine Colt Gold Cup. Ich glaube die hat er heute immer noch (ich habe Ihn leider schon seit Jahren nicht mehr gesehen) und ich glaube das ist immer noch seine Lieblingspistole.

 

Und ich natürlich einen .44 Magnum den habe ich immer noch.

Damit habe ich viele Wettbewerbe geschossen und Preise eingeheimst.

 

Wir trainierten beflügelt von den Ergebnissen wie besessen weiter. Im Jahr 1988 haben Kalle und ich es zum ersten mal zur Deutschen Meisterschaft geschafft und konnten uns sehr gut platzieren.

Sandra hat sich in zwischen aus Beruflichen Gründen zurückgezogen um endlich Ihr Jura Studium zu beenden. Seit her haben wir uns mehr und mehr aus den Augen verloren. Schade war echt gut drauf das Mädel.

Aber Rolf war echt begeistert von uns, wir waren jetzt die Zugpferde im neuen BDS Verein.

Zu mindest unter den Jüngeren Mitgliedern. Die älteren Mitglieder hatten andere Vorstellung vom Schießsport. 

Kapitel 10.

Stielaugen                                     

Wie bereits schon in Kapitel 7 geschildert. waren wir ganz gespannt auf die Gesichter der Leute aus unserem alten WSB Verein.

Besonders die Gesichter von Vorstand und vom Günter unser Kurzwaffen-Sportwart der alle Befürwortungen  wo er nur konnte gedeckelt hat.

Ach Monate später wir hatten unsere Probezeit hinter uns (damals nur 6 Monate Pflicht) bekamen wir unser Befürwortungen von Rolf ausgestellt und es dauerte nicht lange und wir waren bei unserem Lieblings Waffenhändler H-A. Sander in Duisburg.

Ich hatte meinen .44 ´iger zuerst und musste noch warten bis Sandra und Kalle so weit waren aber es war nur ein Frage von Tagen.

Wir waren ganz gespannt darauf wie der alte Vorstand darauf reagiert.

Wenn wir zwischendurch zum trainieren zum alten Schießstand fuhren hüllten wir uns in schweigen.  Nur ab und zu grinsten Sandra, Kalle und Ich uns gegenseitig an.

Die Anderen im Verein haben bestimmt gedacht wir haben sie nicht mehr alle.

Endlich war es so weit, wir hatten unsere Waffen und trafen uns zur gleichen Zeit am Schießstand.

Der Plan Sandra fängt mit der .9 mm an, dann Kalle und dann ich mit dem Hammer der den " Schießstand kaputt schießt ".

Wie immer meldeten wir uns beim Günter zum Training an. Dann ging Sandra zuerst und packte nach Sicherheit ihre .9 mm Pistole aus. Kalle folgte Ihr gleich und begann auch seine .45 ACP auszupacken und Ich folgte so gleich hinterher.

Als Günter Sandra mit der Pistole sah ( ersten Stielaugen mindesten 5 cm lang)  sprang er auf und ging zu Sandra was hast Du da, ist das eine Illegale Waffe von mir hast Du … (noch längere Stielaugen)er sah dann Kalle und stammelte auch eine Illegale was soll das… das geht hier nicht mit illegalen Waffen ich habe Euch keine Befürwortet ( folglich Illegal). Dann holte ich meinen Nigel Nagel neuen Stainless Brummer aus dem Koffer und Günter musste einmal tief nach Luft schnappen (Schnappatmung und die Augen kullerten aus den Augenhöhlen).

Dann … das Ding wird hier nicht geschossen (blies mir Günter entgegen) damit schießt Du alles kaputt ich habe euch diese Waffen nicht Befürwortet stammelte Günter nochmals.

Wir beruhigten Günter erst einmal und sagten Ihm alles legal und zeigten Ihn unsere WBK da stand es schwarz auf grün. Langes schweigen… wo habt Ihr die her. Mittlerweile bildete sich eine Traube von anderen Vereinmitgliedern um uns herum.

Wir sagten Günter dass es Gott sei dank noch Verbände und Vereine gibt die für alles offen sind.

Außerdem sagten wir zum Günter der Stand ist doch bis 1500 Joule zugelassen jetzt wird der Stand endlich ausgelastet.

Außerdem sagten wir Günter er solle sich keine Sorgen machen. Wir haben im anderen Verein gelernt damit gut zu treffen.

Langsam kam Günter wieder runter und lies uns schießen.

Günter wusste jetzt ganz genau, wenn er uns jetzt nicht schießen läst dann gehen wir den Verein von der Fahne und viele Mitglieder wurden uns folgen. Denn es sprach sich in Windeseile im Verein rum dass es auch noch andere Möglichkeiten gibt.

Ab jetzt tat sich der Verein leichter, andere Kaliber zu Befürworten. Zum Glück für die anderen Mitglieder.

Viele Vereinsmitglieder kamen auf uns zu und interessierten sich für den neuen Verband/Verein,  aber nicht nur wegen den Waffen!  Ab dem Moment hatten die Anderen Vereinsmitglieder es leichter beim Günter um seine Waffenvorstellungen durch zusetzen.

Fazit war

Die Stielaugen vom Günter waren es allemal wert,

und auch etwas was Gutes für die anderen Schützen im alten Verein bewirk zu haben.

     

Euer Clint 

 

Demnächst Kapitell  11.

 


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